Pädagogisches Konzept

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Grundgedanken der Reggio-Pädagogik.

Die Reggio-Pädagogik ist ein moderner Bildungsansatz, der in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia entstanden ist. Sie versteht sich nicht als festes Konzept, sondern als eine pädagogische Haltung, die das Kind in den Mittelpunkt stellt.

Kinder werden als von Geburt an kompetent, neugierig und kreativ betrachtet. Sie gestalten ihre Lernprozesse aktiv mit, entwickeln eigene Ideen und erschließen sich die Welt im Austausch mit anderen.

Ein zentrales Element ist die Metapher der „100 Sprachen der Kinder“. Sie beschreibt die vielfältigen Ausdrucks- und Lernformen von Kindern – zum Beispiel durch Sprache, Spiel, Bewegung, Gestalten, Bauen oder Forschen. Lernen wird als ganzheitlicher, kreativer Prozess verstanden.

Kreatives und künstlerisches Arbeiten hat einen hohen Stellenwert. Ateliers und Werkstätten bieten Raum, eigene Ideen umzusetzen und zu vertiefen. Der Lernprozess ist dabei wichtiger als das fertige Ergebnis.

Der Raum wird als „dritter Pädagoge“ verstanden. Eine anregende, ästhetische und flexible Umgebung unterstützt selbstständiges Lernen, Kommunikation und Zusammenarbeit.

Bildung wird in der Reggio-Pädagogik als Beziehungsarbeit gesehen. Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern bilden eine wertschätzende Bildungspartnerschaft, in der Lernen, Entwicklung und Beziehung eng miteinander verbunden sind.

Ein weiterer Punkt unserer erzieherischen Arbeit mit den Kindern ist die Bewegungserziehung. Die motorische Entwicklung der Kinder zu fördern und zu begleiten ist uns ein besonders wichtiges Anliegen.

Die Sozialerziehung ist auch wichtiger Anker unserer Pädagogik. Wir zeigen den Kindern Wege, sich aus Konflikten zu lösen, spielen Möglichkeiten durch und ermutigen sie, diese umzusetzen.

Im Rahmen unseres vierten Schwerpunktes, der Umwelterziehung, ermöglichen wir das Kennenlernen und Beobachten der Natur durch aktives Erleben (z.B. in wöchentlich stattfindenden Waldtagen) und durch Experimente. So zeigen wir, wie Natur vom Menschen geschützt werden muss.

Kinder mit Behinderung sind bei uns willkommen. Unser ErzieherInnenteam und die Elternschaft stehen für Integration. Das neue Gebäude unserer Kita ist behinderten gerecht eingerichtet und verfügt über spezielle Schalldämmung zur Unterstützung schwerhöriger

Unser Bild vom Kind

Das Kind in seiner spezifischen Lebenssituation und mit seinen individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Kinder werden von uns als eigenstündige Persönlichkeiten geachtet, deren Würde und Wünsche den gleichen Stellenwert haben wie die der erwachsenen Menschen.
Kinder sind von Beginn ihres Lebens an unverwechselbare, individuelle und soziale Persönlichkeiten . Sie haben alle Voraussetzungen, die sie brauchen um zu kommunizieren.

In der Kommunikation mit ihren Bezugspersonen, ermutigt durch eine vertrauensvolle Bindung, sind sie in der Lage, ihren jeweils nächsten, ihnen wichtigen Entwicklungsschritt zu initiieren. Neugier und die Lust, ihre Umgebung zu entdecken, sind ihre wichtigsten Energiequellen. Sie stellen die Welt, die sie umgibt, unablässig in Frage.
Jede Antwort wirft eine neue Frage auf. Dabei legen sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt, und sie bestimmen aus sich heraus, die Dauer und die Form ihrer Auseinandersetzung mit einem Thema.

Beständig stellen sie gewonnene Erkenntnisse auf den Prüfstand – immer wieder bereit, sie zu revidieren oder zu verfeinern, solange sie sich bei ihrer Suche und ihrem Bemühen anerkannt, bestärkt und beschützt fühlen.
Die Kinder brauchen auf ihrem Entwicklungsweg häufig Hilfestellungen, Bestätigungen und Ermutigungen. Art und Maß der Hilfe können sie selbst artikulieren. Ihr forschendes Lernen findet in der Interaktion mit anderen Kindern und in einer tragfähigen Bindung an erwachsene Bezugspersonen statt. Kinder sind zuhörende, beobachtende, agierende und fordernde Menschen.

Damit Kinder all ihre Sinne einsetzen und schürfen können, um damit ihre Gedanken und Empfindungen auszudrücken und kommunizieren zu können, brauchen sie sensible Bezugspersonen, eine Vielzahl an Materialien, anregende Räume, Werkzeuge, Möglichkeiten und Anregungen zu darstellendem Spiel, Zugang zur bildenden Kunst, der Musik und zum Tanz.